Jahresrückblick 2018 – mein Befreiungsjahr

3,2,1… Los!
3 Eingewöhnungen mit meinen Kindern, 3x MACHEN, 3 Fortbildungen und 3 babySignal Kurse. 2 große Visionen und 28 Beratungen zum Thema Eingewöhnung. Und das 1 Gefühl, endlich im Flow mit Familie, Beruf und mir selbst zu sein.

Kitafrei ist nun vorbei

Mein 1. persönlicher Befreiungsschlag begann im Februar diesen Jahres als mein Sohn (5) nach einer problemlosen, kurzen Eingewöhnung glücklich in der Kita war. Nachdem wir vor 2,5 Jahren zurück nach Leipzig gezogen waren, hatten wir einerseits notgedrungen und andererseits bewusst entschieden ohne Betreuung gelebt. Im Sommer 2016 hatte ich unseren zweiten Sohn bei uns im Wohnzimmer geboren und war fortan mit beiden Kindern zu Hause. An die erste Zeit danach denke ich mit gemischten Gefühlen zurück, denn “von Scheiße bis schön war alles dabei”…
Umso wichtiger war für mich die Entlastung durch die Kinderbetreuung in der Kita – ich konnte wieder Kraft schöpfen und mit nur einem Kind viel einfacher meinen beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten nachgehen, die mich in der Zeit mit den Kindern daheim emotional “gerettet” haben. Es war ein langer Weg eine pädagogisch gute Betreuung zu finden und mir selbst einzugestehen, dass Vollzeit Mutter sein echt nicht mein Ding ist. 

28. März: Schnipp Schnapp

lange Haare zur Häfte ab…  das war erst beängstigend, dann befreiend. Tolles Geburtstagsgeschenk von meinem Mann.

29. April: Hop oder Top?

Seit 2,5 Jahren bin ich in einer Schulgründungsgruppe aktiv und habe streckenweise das Projekt allein am Laufen gehalten, was ziemlich zermürbend war. Im April haben wir dann nochmal alle Kräfte mobilisiert, eine große Veranstaltung gerockt und nen Haufen Interessenten akquiriert. Für mich war dieser Tag entscheidend, ob es mit der Initiative weitergeht oder nicht, denn ich wurde langsam ungeduldig. Ich wollte vorankommen und Ergebnisse sehen oder aufhören, da ich seit Anfang 2018 auch in unserer Kitagründungsgruppe eine sehr aktive Rolle hatte.

14. Mai: Logo? Na logo!

Nach Monaten der gemeinsamen, intensiven Arbeit beauftragt Diana Pascucci den Proof für mein Logo. Was für eine Aufregung… ein erster großer, vorbereitender und befreiender Schritt in Richtung Sichtbarkeit war nun geschafft. 

familylab & Camping

Besonders befreiend war dieses Jahr auch die Ausbildung zur familylab-Seminarleiterin im April und Juni in Niederwinkling, der Nabel der Welt in Bayern, keine 3000 Einwohner aber umso mehr Wald und Wiese. Wir reisten zu viert an, mein Mann kümmerte sich jeweils 4 Tage lang um die Kinder und verbrachte die Zeit mit den Jungs mit Geocaching und auf dem Campingplatz – zwischen Kühen, die nur Milch für ihre Kälber geben, Hühnern, die vom Bauer vor der Schlachterei gerettet wurden sowie Wohnwagen und Zelten. Unser 2 Jähriger durfte sogar Traktor fahren und wenn ich dann abends nach 9 Stunden Ausbildung stillend vor unserer kleinen Hütte saß und ins Tal blickte, dann konnte ich die vielen Eindrücke der Ausbildungstage verarbeiten.

Über 20 vielfältige Persönlichkeiten trafen sich bei familylab und jede*r brachte die eigenen Impulse mit, die in der Gruppe Raum und Zeit fanden. Mit Familienberatung, Fortbildungen by Janine Beier-Seifert
und Sandy Kinnigkeit – Elternbildung bin ich seitdem in stetigem Kontakt und schätze ihre Arbeit und den Austausch sehr.
Die acht Ausbildungstage waren ein reichhaltiger Mix aus berührenden Geschichten, fachlichem Austausch, großen Visionen und großartigen Mentor*innen sowie Erfahrungen aus dem persönlichen Familien- bzw. Beratungskontext, souverän geführt von Mathias Voelchert Bimw-BeziehungenImWandel.

Nach den ersten vier Tagen im April fühlte ich mich innerlich aufgeblüht und total im Einklang mit mir selbst, der Fokus auf die Beziehungen in unserer Familie wurde noch stärker und es fühlte sich an, als würde uns eine warme, wohlige Schutzhülle umgeben. Knoten lösten sich, ich war gestärkt und auf dem richtigen Weg.

30. Mai: BindungsträumerReise

Mildi Karin Sand von der Parenteria macht Zwischenstopp in Leipzig. Es ist immer wieder großartig Menschen, die mir online ans Herz gewachsen sind persönlich zu treffen.

 

Auch auf dem Rückweg vom familylab Wochenende hatte ich mich mit Claudia Ruch Familienbegleitung im Playmobil Park getroffen, die Kinder fanden es toll und für uns es war als würden wir uns ewig kennen. Freundschaften können eben auch über Facebook entstehen. 

2. Juni: Nein, Nein und nochmals Jein, Vielleicht, Na gut…

So lautete der Titel meines ersten familylab Seminars und wie immer hatte ich zuvor einige Nachtschichten, weil ich mir in den Kopf gesetzt hatte das Seminar mit Hilfe des Flipcharts zu halten und ich trotz langjähriger Lehrtätigkeit in der Schule keine Erfahrung damit hatte. Das Seminar lief super, u.a. auch weil ich meine beste Kundin wäre. Denn Nein sagen kann ich wirklich gut. Deswegen hab ich ja auch so wenig zu tun…

 

 

Einfach MACHEN

Zufällig landete ich im Juli bei Iris Weinmann – Strategie Mentorin für deinen Zweiten Erfolg und ihrem Beta-Online-Kurs „Hätte, könnte, sollte – MACHEN” und es war der absolute Glückstreffer! Sie hat mich sehr gekonnt gepusht und gleichzeitig geerdet. Denn in meinem Hirn tobten seit Sommer 2017 zwei große Ideen für meine eigenen Beratungsangebote. Die Themen habe ich im Kopf immer wieder hin und her gewälzt, viel über Online-Business gelernt und konnte mich dennoch nicht entscheiden. 2017 hatte ich bereits ein gutes Coaching Programm bei Stefanie Kneisz Biz mitgemacht, bin dann aber an der Umsetzung gescheitert, weil ich mit zwei kleinen Kindern und den beiden Gründungsinitiativen schon gut ausgelastet war. Ich hatte mir einfach zu viel vorgenommen. Und mir fehlte noch der Fokus. Ich dachte schon an die über-übernächsten Schritte, wollte alles unter einen Hut kriegen, arbeitete stetig, unstrukturiert, uneffektiv. Dank Iris Weinmanns klarer Ansage “Stefanie, du machst jetzt nur den 1. Schritt. Und mehr nicht.” musste ich mich entscheiden. Für ein Thema – und ich hätte es nicht besser treffen können.

20. Juli: Sichtbar Machen I

Ich schrieb in nur einer FB-Gruppe EIN einziges Posting – meine Suche nach Müttern, die mit ihren Kindern vor der Eingewöhnung in Kita oder Tagespflege stehen. Der Beitrag wurde vielfach geherzt und geliked, das Feedback war überwältigend, ich hatte die Emotionen voll getroffen und noch am selben Tag alle 5 freien Plätze reserviert sowie etliche weitere Anfragen. Ich begann die Beratungen mit wunderbaren Frauen und konnte mein selbst geschaffenes Programm testen. Das Feedback war durchweg positiv und ich fühlte mich gestärkt auf meinem Weg. So langsam lichtete sich der Nebelschleier und meine Zerrissenheit, wo die Reise meiner Freiberuflichkeit hingehen könnte, lichtete sich.

36 Grad und es wurde noch heißer

Nicht nur die Temperaturen haben mich enorm ins Schwitzen gebracht. Leider gab es schon im Frühjahr große Schwierigkeiten für die Elterninitiative in der Marian betreut wurde. Der geplante Umbau der Kita wurde nicht fertig und wir hatten von Mai bis Juli eine selbstorganisierte Notfall-Betreuung. Der 20. Juli war also auch ein unglücklicher Tag, denn es war das endgültige AUS und ich stand wieder ohne Betreuung da. Es war zum Heulen.
In Leipzig, in einer Stadt mit über 1000 Betreuungsplätzen zu wenig und neu eröffneten Kitas, die zum Tag der offenen Tür rund 450 Besucher haben, die bis auf die Straße stehen um einen Platz zu ergattern, spontan und ohne mindestens ein Jahr Voranmeldung einen Kita-Platz zu finden schien unmöglich. Ich sah meine beruflichen Pläne straucheln und meine noch frisch gewonnene Freiheit schwinden.
Also hieß es erstmal ab in den Camping-Urlaub und den Kopf frei kriegen.

 

 

Eingewöhnung Klappe die Zweite

Das Universum war uns gnädig und zwei weitere Zufälle bescherten mir einen weiteren Befreiungsschlag. Wir bekamen im August einen Kita-Platz für unseren 5 1/2 Jährigen UND einen Platz für unseren 2 Jährigen bei einer Tagesmutter. Beides keine 10 Minuten entfernt und mit guter Betreuung – ein wahrer Glückstreffer, denn trotz all meiner eigenen Pläne und Ziele: meine Kinder gehen vor und ich wäre keinesfalls bereit gewesen sie “hauptsache irgendwo betreuen zu lassen” oder ne halbe Stunde durch die Stadt zu gurken. Aus fachlicher Sicht (als Ausbilderin pädagogischer Fachkräfte) und als bindungs-, bedürfnis- und beziehungsorientierter Mensch habe ich auf die Betreuungsqualität in pädagogischen Einrichtungen einen besonders kritischen Blick und eine Vision der Veränderung. Nicht umsonst ist mein zweiter Fokus (neben der Elternberatung) die Fortbildung von pädagogischen Fachkräften in Kitas und Tagespflege.
Die Eingewöhnungen der Jungs im August und September/Oktober verliefen trotz ein paar Hürden positiv und erfolgreich. Es war eine besonders intensive Zeit, denn ich war ganz nah dran an dem Gefühls-Cocktail, den auch meine Beratungsfrauen durchmachen.

2. September: Sichtbar Machen II 

Trommelwirbel meine Facebook-Seite „beziehungstarke Eingewöhnung in Kita/TP” geht inklusive Logo und Corporate Design online! Nur eine Woche später habe ich 119 Abonnenten (heute sind es über 300) und die 1. Buchung! Hurray!!!
Es war großartig und viel Arbeit, aber irgendwie mag ich das auch. Es folgten bis kurz vor Weihnachten 18 kostenlose Impulsgespräche und 28 Beratungen und ich war voll im Flow, denn das ist einfach “mein” Thema.

 

 

21. September: die große Vision

Weil ich nicht genug mit meinen beruflichen Plänen zu tun hatte, haben wir im September einen großen Schritt für das Vorankommen in der Gründungsinitiative getan. Nach einem mehrtägigen Dragon Dreaming Prozess (das ist eine kreative und gemeinschaftliche Projektplanungsmethode) stand nun fest:
“In 5 Jahren feiern wir den soziokratisch und frei organisierten Campus Gemeinschaft Bilden“. Darunter sind Schule, Kita, Weiterbildungsstätten uvm. geplant. Das war ein weiterer Befreiungsschlag, denn die alte, neue Gruppe wuchs zusammen und fand einen gemeinsamen Fokus.

 

 

13. Oktober: babySignal kommt in die Kita

Im Leipziger International Kindergarten hielt ich einen Impulsvortrag zum Thema “babysignal – mit den Händen sprechen” zum Einsatz von Gebärden in der pädagogischen Praxis. Die ErzieherInnen waren sehr begeistert und ich war als Referentin voll im Flow. Es erinnerte mich an die schönen Seiten meines Lehrerinnen-Daseins und ergänzt meine Kursleiterinnen-Tätigkeit in den babysignal Eltern-Kind-Kursen, die während dem gesamten Jahr fast nebenbei liefen.

 

 

24. Oktober: Sichtbar Machen III

Und wieder leitete mich der Zufall hin zum Glück und ich landete in Judith Peters (Sympatexter) “Claim-Crash-Kurs”. Mit den passenden Impulsen waren kurzerhand die Pläne von zwei Business-Standbeinen auszugehen (Elternberatung und Fortbildung für pädagogische Fachkräfte) über den Haufen geworfen und mein beide Komponenten verbindender Claim war geboren:
Beziehungen stärken – Brücken bauen
Er passte auch wunderbar zum Logo und “Elternberatung. familylab. Kita-Fortbildung” lautete fortan die claimergänzende 3er Kombo. Nach diesem Ergebnis buchte ich sofort Judiths Text-Erfolgs-Kurs und arbeite seitdem an den Webseitentexten. Damit meine berufliche Vision bald sichtbar werden kann.

 

 

1./2. Dezember: familylab Supervision in Berlin

Zahlreiche interessante familylab SeminarleiterInnen und FamilienberaterInnen trafen sich an dem Wochenende in der Hauptstadt um zu Netzwerken und interessanten Vorträgen zu Lauschen.
– Besonders bestärkend waren die Vorträge von @Georg Milzner “Digitale Hysterie” und “Wir sind überall, nur nicht bei uns”.
– Besonders berührend waren der Vorträge von Mette Barslev “Sag mir die Wahrheit – Helfende Gespräche mit Kindern bei Krankheit oder Krise der Eltern” sowie
“Was ist bloß mit Mama los? Wenn Eltern in der Krise stecken. Ein Tabuthema kindgerecht aufbereitet”.
– Besonders unterhaltsam war der Vortrag von Andreas Inspiration für Eltern und Pädagogen, den ich bereits persönlich kannte, da er einige Male bei unseren Schulgründungsveranstaltungen dabei war.
– Besonders vernetzend war der Vortrag von Tobias Schumann zum Thema “Gesunde Schule – gesundes Lernen – gesunde Menschen”, denn ich hab in meiner Rolle als Schulgründerin gleich eine Hospitation vereinbart, um in den weiteren Austausch zu kommen.

6. Dezember: WissenSchafft Erleben – Kinder inspirieren und Wissen vermitteln

An der Hochschule Mittweida halte ich einen hochschuldidaktischen Workshop für die Dozent*innen der Hochschule, die mit Kindern z.B. im Rahmen der Kinder-Uni arbeiten. Als Pädagogin mit Fokus frühe Kindheit sowie als Geisteswissenschaftlerin auf Naturwissenschaftler*innen zu stoßen war sehr spannend für beide Seiten. Und ich habe wieder gemerkt, dass ich beim Austüfteln von Präsentation und Materialien sowie beim Reden, Inspirieren und Impulse geben sehr im Flow bin.

 

 

 Mein Ausblick auf 2019

  1. meine Webseite und Blog erstellen und regelmäßig schreiben
  2. familylab Webinare anbieten (ab 11.1. geht´s los!)
  3. einen Online Kurs zum Thema “beziehungsstarke Eingewöhnung” entwickeln und im Mai sowie im Juli durchführen
  4. babySignal Elternkurse und weitere Angebote für Schwangere und junge Familien in neuer Kooperation mit dem Geburtshaus Rundfrau Leipzig anbieten
  5. Fortbildungen und Kurse in Kitas durchführen (babySignal, familylab, Eingewöhnung, Trost als Bindungsbaustein)